• Startseite
  • Unser Team
  • TCM
  • Chinesische Diagnostik
  • Behandlungsart
  • Dunkelfeldmikroskopie
  • Magnetfeldtherapie
  • Homöopathie
  • Bachblütentherapie
  • Ohrakupunktur
  • Phytotherapie
  • Craniosacrale Körperarbeit
  • Heuschnupfen
  • Klassische Massage
  • Kosmetische Anti-Aging Behandlung
  • Wellness-Massage
  • Schröpfen
  • Spezialtät
  • Ohrkerzen
  • Vitamine und Nährstoffe
  • Buchempfehlungen
  • Kongress
  • Tanz
  • Presse
  • Kontakt
  • Links

Artikel 2

Woran im Leben die Seele wächst

Manuela Ott hat ihre Krankheit Mukoviszidose als Schicksal und als Chance erlebt

Vom 24.02.2001
Von Andrea Springer

Mit 14 Jahren merkte Manuela Ott, „dass ich ein kürzeres Leben habe, als andere“. Daher versuchte sie, das zu erleben und zu erledigen, was sie tun musste. So überwand sie ihre Krankheit und schrieb ein autobiografisches Buch mit naturheilkundlichem Ratgeber. Denn „es ist wichtig, was man in diesem Leben tut, woran die Seele wächst“. In jeder Krankheit, das musste Manuela Ott auf bittere Weise erfahren, „steckt auch ein Krankheitsgewinn“.

WT-Reportage Manuela Ott hat Mukoviszidose. Cystische Fibrose, wie Mukoviszidose im Fachjargon genannt wird, ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Durch einen Gendefekt ausgelöst, betrifft sie die Bronchialwege und die Bauchspeicheldrüse, die nicht genügend Enzyme zur Verdauung herstellt. Untergewicht ist eine der Folgen der „Kinderkrankheit“, als die Mukoviszidose bis vor Kurzem galt, weil die Meisten im Alter von 15 bis 18 Jahren starben. Hustenattacken und asthmatische Beschwerden, dazu eine hohe Anfälligkeit für Lungenentzündungen, weil der eingedickte Schleim in den Bronchien eine ideale Brutstätte für die ursächlichen Bakterien bietet, machen das Leben schwer.

Doch „leidet“ Manuela Ott nicht mehr darunter, denn mehr und mehr tendiert sie dazu, sich auf ihre Gesundheit zu konzentrieren, um mit „liebevollen Gedanken den noch gesunden Aspekt zu fördern“. So regt sie sich selbst und ihren Körper täglich dazu an, gesünder zu werden.

Der Wille, sich nicht ständig daran erinnern zu lassen, welche Einschränkungen sie hat, hat Manuela Ott – „ohne die Erkrankung verherrlichen zu wollen“ – zu einer positiven Sichtweise geführt. Auch in der Hoffnung, auf diese Weise das Gute und Gesunde in sich zu stärken und dem schwachen oder kranken Anteil nicht so viel Macht zu überlassen. „Ich wusste einfach, ich bin begrenzt in meinen Möglichkeiten und meiner Zeit.“

Bereits mit 14 Jahren suchte Manuela Ott für sich einen Weg aus der Krankheit, der nicht nur in den Bahnen der Schulmedizin verlief. Denn für sie war schon sehr bald klar, dass die Heilung „weder in dem einen, noch dem anderen Extrem“ liegt. Durch die Cousine ihres damaligen Freundes kam sie damals in England in Kontakt mit alternativer Medizin und befasste sich seither mit den Möglichkeiten – aber auch deren Grenzen. Doch blieb die Erfahrung einer Shiatsu-Sitzung haften, die ihr enorme Erleichterung verschaffte. Manuela war überzeugt, dass noch ungeheuer viel mehr möglich sein müsse, wenn schon eine Stunde der Behandlung solch einen „unglaublichen“ Effekt habe.

Im Jahre 1983 begann sie ihre Ausbildung als Heilpraktikerin an der Schule in Hochheim, spezialisierte sich auf Traditionelle Chinesische Medizin mit Akupunktur und Kräutermedizin und praktiziert seit 1993 in einer Gemeinschaftspraxis.

Von Atemnot und Erstickungsanfällen gequält ist sie heute nicht mehr, denn seit beinahe einem Jahr lebt sie mit einer neuen Lunge. Im März vergangenen Jahres war es endlich so weit: Die Lunge war da. Fünf Jahre lang hatte Manuela Ott auf der Warteliste bei „Eurotransplant“ in Holland gestanden und nun sollte alles anders werden. Keine Geräte mehr, von denen sie bisher abhängig war. Keine lebensbedrohliche Situation mehr, wie 1992 und 1996, als sie dem Ersticken nahe über den Rand des Todes blickte. Natürlich würde sie immer Immunsuppressiva nehmen müssen, um das Immunsystem „klein zu halten“ und die Abstoßung des fremden Organs zu verhindern. Doch bereits in diesem Jahr wird sie die Dosis verringern können.

Nach fünf Stunden unter dem Messer bei einer Operation, die normalerweise sechs bis acht Stunden dauert, lag Manuela im Aufwachraum und träumte, wieder zu tanzen. Seit zehn Jahren gibt die hauptberufliche Heilpraktikerin mit Henry Meinhard zusammen Tanzkurse, wobei ihr besonderes Faible dem Tango gilt. Sie hatte sich intensiv auf die Operation vorbereitet und mit der Problematik, mit einem fremden Organ zu leben, auseinandergesetzt, so dass Manuela nun binnen kürzester Zeit genas.

Zwölf Wochen später kraxelte sie in Italien auf den ersten Berg und sechs Monate danach hatte sie bereits ihren ersten Tango Argentino- Auftritt. Und doch war es natürlich zurückblickend eine „Extremsituation, in der man einiges über das Leben verstehen lernt, was sonst nicht so möglich ist“. (Kontakt und Buchbestellung ist über e-mail möglich: manu.o@gmx.de oder über die homepage: www.manuela-ott.de)

nach oben
well étage | Naturheilpraxis
Telefon : 0611- 36 02 935 | E-Mail: info@well-etage.de
www.well-etage.de | Impressum